Du kennst das Gefühl. Es ist Montagmorgen, du schaust auf die Wochenzahlen der letzten Woche – und irgendetwas stimmt nicht. Filiale 3 läuft schlechter als sonst. Du weißt es. Du spürst es.
Aber weißt du auch warum?
Wahrscheinlich nicht. Und das ist das eigentliche Problem.
- •Bauchgefühl ist wertvoll – aber es erklärt nicht, warum eine Filiale schwächelt.
- •Fehlende Sichtbarkeit kostet jeden Monat Geld, ohne dass es jemand bemerkt.
- •Drei Kennzahlen pro Tag reichen oft aus, um bessere Entscheidungen zu treffen.
- •Daten ersetzen keine Erfahrung – sie geben ihr den fehlenden Kontext.
Bauchgefühl ist Erfahrung – aber keine Erklärung
Wer eine Bäckerei führt, hat meist jahrelange Erfahrung. Man sieht Muster, man kennt seine Filialen, man weiß wie ein guter und ein schlechter Tag sich anfühlt. Das ist wertvoll – und sollte nicht wegdiskutiert werden.
Aber Bauchgefühl erklärt nicht warum Filiale 3 diese Woche schwächelt. War es das Wetter? Ein Personalengpass in der Frühschicht? Ein verändertes Sortiment? Eine Konkurrenz die neu aufgemacht hat?
Ohne Daten ist jede Antwort eine Vermutung.
Was es kostet wenn man nach Gefühl entscheidet
Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Bäckerei mit 12 Filialen bemerkt dass eine Filiale konstant unter Plan läuft. Die Bezirksleitung schickt mehr Ware – Bauchgefühl sagt: vielleicht fehlt es am Sortiment. Die Retouren steigen. Statt des Problems wird das Symptom behandelt.
Was wirklich dahintersteckt: Die Stundenleistung in dieser Filiale ist seit drei Wochen rückläufig. Ein neuer Mitarbeiter wurde nicht richtig eingearbeitet. Das Team ist langsamer – und der Umsatz leidet.
Diese Information war da. In den Daten. Aber niemand hat hingeschaut.
Fehlende Sichtbarkeit ist nicht dasselbe wie Unwissen. Man spürt, dass etwas nicht stimmt – aber ohne Daten bleibt jede Antwort eine Vermutung.

