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    SAISONGESCHÄFT

    Während alle am See liegen, entscheidet sich euer Weihnachtsgeschäft

    Hochsommer, Erdbeerplunder, Urlaubsplanung. Und trotzdem entscheidet sich genau jetzt, wie euer Dezember läuft. Drei Weichen, die Bäckereien im Juli bewusst stellen sollten.

    Luise Seelig
    Luise SeeligGo-To-Market Lead
    22. Juli 2026· 3 Min

    Es ist Hochsommer. Die Theke ist voll mit Erdbeerplunder, das Team plant Urlaube und Weihnachten fühlt sich an wie ein anderes Universum. Genau jetzt passiert aber etwas, das die meisten Betriebe erst im November bemerken. Die wichtigsten Entscheidungen für das vierte Quartal fallen in diesen Wochen, ob man sie bewusst trifft oder nicht.

    Denn wer im Sommer nichts entscheidet, hat auch entschieden.

    Nur eben für die teure Variante. Für den leergefischten Bewerbermarkt im Oktober, die Bestellmengen auf Zuruf und die Aushilfe, die am ersten Adventswochenende unvorbereitet an der Theke steht.

    Drei Entscheidungen stehen jetzt an. Schauen wir sie uns der Reihe nach an.

    Das Wichtigste in Kürze
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    Wer im Sommer nichts entscheidet, hat trotzdem entschieden. Nur für die teure Variante.

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    Drei Weichen fallen jetzt: Saisonpersonal, Produktionsmengen und Einarbeitung.

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    Der Bewerbermarkt für Dezember ist im Oktober leer. Wer im Juli anfängt, hat Auswahl.

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    Bestellmengen aus Vorjahreszahlen statt Bauchgefühl — Retouren im Januar oder leere Regale am 20.12. sind vermeidbar.

    Weiche · Personal

    Wer verkauft euren Stollen?

    Die besten Saisonkräfte für das Weihnachtsgeschäft sind nicht im November zu haben. Sie sind dann längst vergeben. Studierende, Wiederkehrer aus dem Vorjahr, Aushilfen aus der Nachbarschaft. Wer sie haben will, spricht sie an, bevor es alle anderen tun. Einzelhandel, Gastronomie und Logistik fischen im selben Teich und der Teich wird ab September sichtbar leerer.

    Der Sommervorsprung heißt hier, jetzt die Bedarfe je Filiale durchzurechnen. Wie viele Köpfe fehlen im Dezember wirklich, nicht nur wie viele Stunden? Dazu die Wiederkehrer aus dem letzten Jahr aktiv anschreiben und die Stellenanzeigen schon jetzt live nehmen, solange die Konkurrenz noch im Ferienmodus ist. Mit match seht ihr im Funnel sofort, ob genug Bewerbungen reinkommen und könnt im August nachsteuern statt im November zu improvisieren.

    Weiche · Menge

    Wie viel backt ihr?

    Stollen, Lebkuchen, Spekulatius. Die Mengen für das Weihnachtsgeschäft entscheiden sich lange vor dem ersten Advent, über Rohstoffe, Verpackung, Produktionsfenster und Tiefkühlkapazität. Wer hier auf Bauchgefühl setzt, zahlt doppelt. Entweder mit Retouren im Januar oder mit leeren Regalen am 20. Dezember, wenn die Marge am höchsten wäre.

    Die bessere Grundlage liegt in euren eigenen Zahlen. Was ist letztes Jahr wirklich über die Theke gegangen, je Filiale, je Woche, je Artikel? Welche Filiale hat zu viel bestellt, welche war zu früh ausverkauft? Mit insights holt ihr euch die vergangene Saison in Minuten auf den Schirm und plant die Mengen auf Basis von Fakten statt Erinnerung. Das Ergebnis ist keine Glaskugel, aber ein Plan, der deutlich näher an der Realität liegt als so wie immer plus zehn Prozent.

    Weiche · Einarbeitung

    Wer erklärt der Aushilfe die Kasse?

    Die dritte Entscheidung ist die unsichtbarste. Wie kommen die neuen Saisonkräfte eigentlich rein in den Betrieb? In vielen Filialen läuft das nach dem Prinzip lauf erstmal mit. Ausgerechnet in den Wochen, in denen niemand Zeit hat, jemanden mitlaufen zu lassen.

    Dabei lässt sich Einarbeitung vorbereiten wie eine Bestellung. Einmal sauber aufsetzen, dann skaliert sie. Kassenablauf, Warenkunde für das Saisonsortiment, Schichtübergabe. All das als kurze Lerneinheiten in match, die jede neue Kraft vor dem ersten Arbeitstag auf das Handy bekommt. Die Filialleitung spart in der stressigsten Zeit des Jahres genau dort Zeit, wo sie am knappsten ist. Und die Aushilfe steht am ersten Adventssamstag nicht verloren an der Theke, sondern weiß, was zu tun ist.

    Der Sommervorsprung

    Sechs Monate, drei Weichen.

    Wer jetzt anfängt, ist im Dezember beim Verkaufen. Wer erst im Oktober startet, ist im Dezember im Feuerwehrmodus.

    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez
    Bedarfe je Filiale
    Anzeigen live, erste Gespräche
    Verträge unterschrieben
    Onboarding startet
    Verkaufen
    Saisonpersonal· match
    Vorjahreszahlen sichten
    Bestellmengen fixieren
    Saisonsortiment final
    Probeläufe Produktion
    Feinjustierung
    Verkaufen
    Produktionsmengen· insights
    Lernpfade aufsetzen
    Saisonkräfte lernen aufs Handy
    1. Adventswochenende vorbereitet
    Verkaufen
    Einarbeitung· match
    Startpunkt im Juli Vorbereitung Dezember: nur noch verkaufen

    Die Betriebe, die im Dezember entspannt wirken, haben nicht mehr Glück. Sie haben früher entschieden.

    Luise Seelig · Go-To-Market Lead
    Zeitplan · Juli bis Dezember

    Was ihr wann anstoßen solltet

    Im Juli plant ihr die Bedarfe für das Saisonpersonal je Filiale, kontaktiert die Wiederkehrer und werft einen Blick in die Zahlen des Vorjahres. Im August gehen die Stellenanzeigen live, ihr führt erste Gespräche und fixiert Bestellmengen und Produktionsfenster. Im September werden Verträge unterschrieben, die Lernpfade für die Einarbeitung aufgesetzt und das Saisonsortiment final geplant. Im Oktober starten das Onboarding der ersten Saisonkräfte und die Probeläufe in der Produktion. Im November justiert ihr nach den ersten Verkaufswochen nur noch fein, statt in den Feuerwehrmodus zu gehen.

    Und im Dezember? Verkaufen. Nicht mehr planen, nicht mehr suchen. Verkaufen.

    Wer diesen Zeitplan von hinten liest, sieht sofort das Problem der meisten Betriebe. Sie starten dort, wo eigentlich nur noch Feinjustierung stehen sollte.

    Fazit · Der Vorsprung

    Der Vorsprung kostet nichts außer einer Entscheidung im Juli

    Nichts davon ist Raketenwissenschaft. Es sind drei Entscheidungen, die jeder Betrieb ohnehin trifft. Die Frage ist nur, ob im Juli mit Ruhe und Daten oder im November unter Druck und zum Aufpreis. Die Betriebe, die im Dezember entspannt wirken, haben nicht mehr Glück. Sie haben früher entschieden.

    Wenn ihr wissen wollt, wie eure letzte Saison wirklich gelaufen ist, schaut mit uns gemeinsam in eure Zahlen. Das Erste, was ihr für das vierte Quartal braucht, liegt schon in eurem Betrieb.

    Häufige Fragen

    Über den Autor

    Luise Seelig

    Luise Seelig

    Go-To-Market Lead

    Luise verantwortet bei databites Go-To-Market und schreibt über die Entscheidungen, die Bäckereien früher treffen sollten, als es sich anfühlt.

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    Wie ist eure letzte Saison wirklich gelaufen?

    Wir schauen mit euch in eure Zahlen und leiten daraus die Bedarfe für Personal, Menge und Einarbeitung ab.